Kinderschutz oder Behördenwahn?
Als das neue Kinder- und Erwachsenenschutzrecht eingeführt wurde, war man sich sicher: Jetzt wird alles besser. Bis dahin hatten Laien in den Gemeinden über fürsorgerische Massnahmen für Kinder und Erwachsene entschieden. Seit 2013 beurteilen und entscheiden spezialisierte Fachkräfte diese Fälle. Die Gemeinde selbst hat nichts zu sagen, muss aber vielfach die angeordneten Massnahmen bezahlen. Nun häufen sich die Kritiken gegen die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde KESB. Zwei Jahre nach der Einführung sehen die Gegner die KESB bereits gescheitert. Zu teuer sei sie, überprofessionalisiert und nicht mehr dem Wohl der Kinder verpflichtet. Die Befürworter verstehen die Kritik nicht. Klar gäbe es Optimierungspotential, doch die meisten Entscheide seien richtig. Sie sehen es als Chance, dass die häufig sehr schwierigen Fälle nicht mehr von Laien, sondern von spezialisierten Fachkräften beurteilt würden.

In der «Arena» diskutieren:
Yvonne Gilli, Nationalrätin Grüne/SG, Ärztin
Patrick Fassbind, Präsident KESB Bern
Allan Guggenbühl, Institut für Konfliktmanagment Jugendpsychologe
Pirmin Schwander, Nationalrat SVP/SZ
Zudem im Studio:
Zoë Jenny, Schriftstellerin, betroffene Mutter und KESB-Kritikerin.

Moderation: Jonas Projer

Diskussionen zur KESB gibt es praktisch täglich, sei es als Leserbrief in der Zeitung, als Zeitungsartikel, auf Facebook oder auf Twitter. Hier einige Beispiele:
Das verweigerte Vaterrecht, BAZ, 07.10.2014
Zoë Jenny zieht gegen die Kesb ins Feld, BAZ, 07.10.2014
Kritik an teurem Kindesschutz, BZ, 06.10.2014
Star-Autorin Zoë Jenny lanciert eine Initiative. Kampf der KESB!, BLICK, 12.10.2014
Kindergerechte Justiz, Was wir fordern. www.kindergerechte-justiz.ch Hier können Betroffene ihre Geschichte mitteilen.

Freitag, 17.10.2014, 22:25 Uhr bis 23:45, SRF 1