Südländische TV-Kommentatoren leben den Fussball. Und wie! Zuletzt zeigten sie sich plötzlich auch beim SRF von einer temperamentvollen Seite.
Fussball lebt von Emotionen: So abgedroschen das auch klingen mag, so zutreffend ist es halt doch. Nicht nur im Stadion wird gejubelt und gestöhnt, auch zu Hause an den Bildschirmen.

Wahrscheinlich hat schon jeder mal den Jubel eines brasilianischen, spanischen oder arabischen Fussballreporters gehört: «Goooooooooooooooooolllllllllllllll», gefühlte zwei Minuten lang. Im Süden geraten die TV-Lautsprecher laufend an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Überzeugen Sie sich selber!

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Ein besondersheissblütiges Brüll-Exemplar ist Tiziano Crudeli, mit Leib und Seele ein Fan der AC Milan. In der Sendung «Direttastadio» auf Italia 7 Gold begleitet er im Studio wöchentlich die Spiele seiner rot-schwarzen Lieblinge und darf dabeiseinem hitzigen Temperament freien Lauf lassen. Seine Gefühlsausbrüche sind auch international bekannt und knacken auf Youtube immer wieder die Millionengrenze.

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Und bei uns? Höchstens Sascha Ruefer zeigte als einsamer Rufer in der Wüste beim Schweizer Fernsehen bisher hin und wieder etwas Emotionen. Doch seit der vorletzten Champions- und Europa-League-Runde scheint alles anders zu sein.

Die Emotional-Offensive zündete am Mittwochabend in der Zusammenfassung des Spiels RSC Anderlecht – AC Milan (1:3), kommentiert von Sascha Ruefer:

Das Ruefer’sche Feuerwerk scheint danach auch bei seinen Kollegen etwas entfacht zu haben, denn nur einen Tag später präsentierten sich plötzlich auch die sonst eher steifen und nüchternen Dani Wyler und Dani Kern von einer absolut neuen, temperamentvollen Seite.

 

(Anmerkung Admin: Wir freuen uns sehr über diesen gehaltvollen Artikel unseres Kollegen Marcel Wyss, seines Zeichens Sportredaktor bei TELE und TV-Star)