Lange, viel zu lange musste ich als eingefleischter Fan auf die dritte Staffel warten. Die Situation war echt trostlos. Keine nörgelnden Dschungelcampierer  oder flirtende Schwiegermuttersöhnchen weit und breit, die mir das triste Fernsehdasein versüssen. Und auch der dauermotzende „DSDS“-Bohlen könnte von mir aus für immer in seine Finca auf Malle ziehen. Dann könnte er sich den Gang zum Solarium ersparen. Soll der bissige Juror seine Bösartigkeit privat ausleben, so wie das Hinz und Kunz tun.

Doch jetzt gibt’s wieder Licht im tristen TV-Universum: Roooobert und Carmen Geiss sind wieder da. Das ist die steinreiche deutsche Familie, die wahlweise an der Côte d’ Azur, in Monaco oder Kitzbühel lebt. Dort, wo Geld keine Rolle spielt, denn wer dort lebt, hat sowieso genug davon. Könnte drin baden. Und kauft sich einen mit Swarovski- Steinen besetzten Staubsauger oder fährt im Rolls zum Einkaufen.

Doch wie kommt einer wie Robert Geiss zu so vielen Moneten? Ganz easy: Mit einer guten Idee. Der gewiefte Kölner gründete 1986 zusammen mit seinem Bruder die Sportbekleidungsfirma Uncle Sam. 1995 verscherbelte er seinen Anteil für geschätzte 140 Millionen Mark (entspricht heute ca. 86,2 Millionen Franken). Okay, über Modegeschmack kann man sich streiten. Doch eines ist klar: Die Geissens sind stinkreich, sie tun nicht nur so. Und sie zeigen gerne, was sie haben. Ohne Scham. Egal ob es dabei um Schuhe (Carmen), Frisörbesuche (wieder Carmen), Luxuskarossen (Robert) oder Villen (beide) geht. Man hat die Kohle ganz legal verdient und darf es nun auch geniessen, scheint das Motto der Geissens in der Villa Geissini zu sein. Ja, warum denn nicht? Ich freue mich auf jeden Fall auf die neue Staffel und die vielen Möglichkeiten, wie man ein Vermögen ausgeben kann – ohne dabei mit der gestylten Wimper zu zucken.

Die Geissens, eine schrecklich glamouröse Familie, jeden Montag, 20.15 Uhr auf RTL2.