Okay, optisch könnte man denken: Wer derart blond und aufgebrezelt daherkommt, der muss dumm sein wie Stroh. Theoretisch schon, doch bei Daniela Katzenberger ist die Bling-Bling-Fassade nur clevere Tarnung. Daniela Katzenberger macht es genau wie einst Bohlen-Kurz-Ehefrau Verona-da-werden-Sie-geholfen-Feldbusch, tschuldigung Pooth. Die Marketing-Strategie lautet: Gib dich nach Aussen naiv-hübsch und zeige niemals, dass du was in der Birne oder verdammt gute Berater hast. Kein Zufall, trägt Katzenbergers Biografie den Titel: „Sei schlau, stell dich dumm“. Das Buch belegte den 1. Platz auf der Spiegel-Bestseller-Liste. Auch ihr Katzenkaffee auf Mallorca läuft wie geschmiert.

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Die Katze (wie sie sich selbst nennt) hat es also faustdick hinter den Ohren und Silikon-dicht in der der Bluse. Auf Vox läuft die dritte Staffel ihrer eigenen Sendung (!) und ihr Produzent Bernd Schumacher verkündete kürzlich: uns geht der Stoff noch lange nicht aus.  Im Gegenteil: Er plant sogar einen Kinofilm über die beliebte Ludwigshafnerin mit den 800 000 Facebook-Friends.

Doch warum ist die wasserstoffblonde Sexbombe mit eigener Schuhkollektion so beliebt? Weil keine so gelassen über ihr Privatleben im Fernsehen plaudert, wie die gelernte Kosmetikerin. Egal ob es dabei um die aussichtlose Partnerwahl, ihre aufgepimpten Brüste oder Schweiss-Pads unter den Achseln geht. Sie lässt nichts aus – egal wie peinlich.  Und sie lässt sich nichts gefallen, von nichts und niemandem. Schon gar nicht von ihrer bitterbösen Ex-Ausbildnerin Frau Richter, die der Katze empfohlen hat, nicht mehr Kosmetikerin zu sein. Zum Glück, denn ich wünsche mir noch einige „natürlich blond“-Staffeln und den Kinofilm. In diesem Sinne: Danke Frau Richter und Viva La Katzenberger.