Zu Besuch bei Kurt Aeschbacher

(Foto: Karin Mayerhofer Dobler: 01.11.2011 Aufzeichnung Aeschbacher)


Die Facebook-Seite Kurt Aeschbacher verloste die Tickets vom 01.11.2011. Mit einer E-Mail gewann ich zwei Tickets und lud meine Schwester ein. Morgen Abend strahlt SF 1 die aufgezeichnete Sendung aus. Die Gäste sind:

Lotti Andersson mit Husky-Hund
Sie hat ihre grosse Freiheit in der endlosen Landschaft Lapplands gefunden. Im hohen Norden von Schweden betreibt die Schweizerin ein Schlittenhundecamp. Ihre 75 Vierbeiner ziehen Feriengäste durch den Schnee, welche ihren Kopf tüchtig verlüften wollen. Bevor sich Lotti Andersson vor 15 Jahren ins Abenteuer Lappland stürzte, war sie Marketingleiterin bei einem namhaften Wäschehersteller. Doch Modeschauen und Glamour sind nicht ihre Welt.

Bruno Baumgartner
Er wollte endlich einmal etwas zu Ende bringen, denn bis zu seinem vierzigsten Lebensjahr war er kaum ein Mann der grossen Taten. Also lernte der Berner Oberländer schwimmen – und zwar richtig. Aus dem Couchpotato wurde eine disziplinierte Wasserratte. Vor wenigen Wochen nun setzte Baumgartner in Dover zum Sprung ins kalte Wasser an, um den Ärmelkanal zu durchqueren. Doch die Wellen waren gegen ihn. Er musste abbrechen.

Rainer Erlinger
Er weiss bestens Bescheid, wenn es um die grossen und kleinen moralischen Sorgen von uns Menschen geht. Der deutsche Mediziner und Jurist kommt zum Schluss, dass Moral unverzichtbar ist. Er zeigt auf, «wie man richtig gut lebt». Wie weit sollen sich die Moralvorstellungen jedes einzelnen von uns mit der Alltagsethik der Gesellschaft decken? Erlinger macht klar, wie sich der einzelne Fisch im gesamten Schwarm ohne Sittenverlust behaupten kann.

Kutti MC
ist ein Freigeist par Excellence. Poesie und Rap verbindet er mit Verve. Lieber schräg als gefällig, folgt der Berner unbeirrbar seinem Weg. Kutti ist einzigartig und Kutti ist Kult. Jetzt legt der Berner sein viertes Album vor. «Freischwimmer» heisst es, kritisch sowie ironisch sind seine Texte.

Kommentar
Bereits der Eingang zur Laborbar in Zürich ist eng und eng gedrückt standen wir denn auch nachdem der Security-Mann uns eingelassen hatte neben der Bar und warteten auf den Durchlass ins Studio. Im Studio selbst warteten wir sitzend weiter. Als Kurt Aeschbacher endlich kam, wärmte er uns mit einer Art Publikumsbeschimpfung auf. Wir seien mediengeil und wollten unbedingt im Fernsehen kommen, hiess es da zum Beispiel. Deshalb seien wir auch schon mit der versteckten Kamera gefilmt worden und in der Sendung vom 10.11. werde dann alles von uns gnadenlos gezeigt, wir würden es dann bereuen, dass wir uns nicht besser zurecht gemacht hätten und sowieso kämen wir alle ja sowieso megadick rüber. Ich verstehe etwas anderes unter einem freundlichen Empfang und wenn jedes Prozent Zuschauerzahl einen Tausender von seinem Lohn ausmacht, wie er uns zuzwinkerte, sollte eigentlich auch ein kleiner Apéro drinliegen. 😉

Am besten gefallen hat mir Lotti Andersson und ihr Husky-Hund. Sie ist eine interessante, warmherzige Frau, die gut erzählen kann, und der Hund war einfach putzig. Interessantes berichtete auch der Schwimmer Bruno Baumgartner, von dem wir sicher noch mehr hören und sehen werden. Rainer Erlinger fand ich etwas fad und Kutti MC ist einfach kein Talker.

SF 1, 10.11.2011, 22:20 Uhr, Aeschbacher