„Das sieht alles so 3D-mässig aus.“

Sieben Jahre herrschte Ruhe auf der Südtiroler Alp. Seit gestern bringt ProSieben wieder Promischweiss und Edelweiss ins Tal. Die zweite Staffel von „Die Alm“ startete am Samstag.
Gut ein halbes Jahr, nachdem der fünften Staffel des RTL-Dschungel-Camps auch hierzulande grosse Zuschauergunst wiederfuhr, besteigt ein zweiter deutscher Sender erneut den Zug mit der Semi-Prominenz, die sich an unwirtlichen Orten allerlei Eckel-Prüfungen zu unterziehen hat. Zwei Wochen lang wird der Programmplatz um 22.15 Uhr freigeräumt, damit neun, dem TV-Publikum bereits bekannte Persönlichkeiten vordergründig Alpenluft schnuppern können, während man insgeheim auf „Dicke Luft“ im Stroh hofft.

Man suche die Unterschiede zur RTL-Sendung. Abgewählt werden kann keiner der Promis. Somit wird am Ende auch kein Haupt gekrönt werden. Eine Zeitverschiebung von der Bundesrepublik nach Alto Adige gibt es – anders als ins australische Hotel Versace – nicht. Der heimliche Star der Sendung heisst nicht Dr. Bob, sondern Alm-Öhi, der bisher auch ohne Simultanübersetzung oder Untertitel verstanden wurde. Und die ProSieben-Promis wären sogar ohne die obligaten Vorstellungs-MAZen der Premieren-Sendung den meisten geläufig gewesen. Nur bei Kathy, dem momentanen Oberhaupt der Kelly-Family, und Manni, einem Drittel der Ludolf-Brüder vom Schrottplatz, war erst beim Einblenden des Nachnamens in der Bauchbinde klar, woher man die kennen sollte.

Für die restlichen Berühmtheiten, die zu einem grossen Teil aus dem Dunstkreis der Klum’schen Modelsuche stammen, war die grosse Kennenlern-Sendung zu Beginn eigentlich nicht nötig. Schnell wurde auch klar, dass dem Moderatorenpaar Janine Kunze und Daniel Aminati bissige Autoren zur Seite gestellt wurden, die mit fiesen Spitzen den Alpaufzug ad absurdum führen. Für Spass ist deshalb gesorgt. Und die Zoccoli tragenden Teilnehmer zeigten zum Auftakt auch schon erste Macken. Ex-DSDS-Moderator Karsten Spengemann überbrückte das Bussi-links-Bussi-rechts-Gehabe beim ersten get-together in der Talsohle mit stoischer Ruhe. Stumm wie ein Fisch, wartete er in einem ordentlichen „Ruh’n“, wie es ein Rekrut nicht besser hingekriegt hätte, auf seine temporären Gschpänli, die ein schwarzer Off-Roader zum roten Teppich auf der saftigen Wiese karrte. Und Busenwunder Gina-Lisa Lohfink kriegte erstmals die Krise, als ihr herausrutschte, dass sie mit 23 schon Botox gespritzt hatte. Was bisher einer breiteren Öffentlichkeit noch nicht bekannt war. Auf der Alm, da gibt’s sehr wohl die eine oder andere Sünd‘, die in den nächsten Tagen noch zum Vorschein kommen wird.

“Die Alm – Promischweiss und Edelweiss” –
Bis zum 03. September, täglich um 22:15 Uhr bei ProSieben.