Warum zeigen sie auf Joiz eigentlich den Spot der Marke mit den drei Streifen so oft? Damit wenigsten Etwas etwas mehr zu sehen ist, als das Testbild. Drei Tage nach Sendestart und folglich mit geplanten 10.5 Stunden frischer Ausstrahlungen haben die Bugs bei der neuen „crossmedialen Plattform“ freie Krabbelspur. Tag 1 musst ohne Einblender auskommen. Tag 2 kämpfte mit Lautstärkeschwankungen und eingefrorenen Clips. Am dritten Tag folgte der komplette Abruch einer Live-Sendung und die kurzfristige Totalumstellung des Programms zwischen 17.30 und 20.30. Das mal der Cornerbug ausfällt ist vertretbar, aber es mangelt bei der sendetechnischen Umsetzung vom brandneuen Jugendsender an grundsätzlichem.

Wenn ein ausfallendes Redaktionstool den ganzen Betrieb über den Haufen wirft, fehlt es an technischer Redundanz. Es scheint bei Joiz den Gerätepark nur in einmaliger Ausführung zu geben. Notplayer fehlen. Seltsam ist auch das Sofa in den Sendungen „Living Room“ und „Home Run“. In Glattbrugg steht das wohl einzige TV-Studio der Welt, bei dem die Sonne reinscheinen kann. Gut zu sehen am Dienstag beim Interview mit den Jungs von Myron. Es wird spannend zu sehen, wie die Sonne im Sommer stehen wird. Wenn sie dann auch von hinten links aus Zuschauerperspektive durch die breite Fensterfront strahlen wird, werden dank Gegenlicht die Moderatorinnen nur noch schwarz auf dem Bildschirm erscheinen. Dann störts dann auch nicht mehr, dass der Weissabgleich beim Wechsel von Kamera 1 auf Kamera 2 während den Interviews im „Living Room“ nicht funktioniert.

„Schade Marmelade!“ würde VJ Gülsha dazu sagen, denn es gibt talentierte Goldschätze unter den Moderatoren, die es verdient hätten, unter besseren Bedingungen arbeiten zu können. Mehr dazu in den Einzelkritiken der einzelnen Sendungen – hier auf Mattschiibe.ch.