„Auf Peers Tränenkanal läuft ein Vollprogramm.“

Das war er also, der „Director’s Cut“ der Nacht der Nächte innerhalb der 5. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Die ungeschminkte Wahrheit war bisweilen alter Kaffee, weil sich Szenen aus der Sendung vom Montag wiederholten. Feinheiten konnten aber festgestellt werden. Und die Sache ist wohl noch immer nicht ganz gegessen und wird bis zum Finale noch das eine oder andere Mal aufgekocht werden. Spannend wird es sein, wie sich das Verhältnis zwischen Peer Kusmagk und Jay Khan weiterentwickeln wird.

Leider kann aber Rainer Langhans‘ Sicht der Dinge, nun nicht mehr weiter erörtert werden. Der Alt-Hippie musste das Camp als fünfter Kandidat verlassen, nachdem Sarah Knappik freiwillig ging. Seine in gewohnt esoterischer Analytik vorgetragene Theorie, dass Sarah sich in Jay verknallt hat, bezeichneten Missy und Dicky im Baumhaus als „Modern Stalking – Man folgt seinem Star bis ins Camp“.

Auch in der Langfassung der bedrückenden Minuten, in denen der Konflikt eskalierte, überrascht Knappiks gelassene Ruhe, mit der sie den offenen Hass, der ihr entgegenschlug, konterte. Ihre Vorwürfe sind in der Tat happig, aber nicht wirklich neu. Jays vermeintliche Homosexualität gehört zum Inventar der Running Gags in der diesjährigen Staffel. Und Missy und Dicky ritten danach auch fröhlich auf Freud’schen Versprechern des Pakistanis rum (Ein Verhaspler der Worte „gay“ und „Jay“), obwohl Mathieu Carrière im Buschtelefon gerade noch eine Rufmordkampagne gegen den Boygroup-Sänger anprangerte.

Wem soll man denn überhaupt noch glauben? Hat Sarah tatsächlich die intellektuellen Kapazitäten, sich auszudenken, dass Jay Khan sie im Vorfeld zu einem abgekarteten Spiel verführen wollte? Gerne hätte man Dr. Cal Lightman ins Camp geschickt, um herauszufinden, ob Jay Khans Windungen als Replik auf die Vorwürfe wirklich der Wahrheit entsprachen. So ganz überzeugend war er bei seinen Beteuerungen nicht. Aber er zählt sich nun zu den „Guten“. Auch wenn die fünf Ultimatumsteller innerhalb der Gruppendynamik auch nicht ohne Dreck am Stecken blieben. Bei aller Neurosen einer Sarah Knappik. Sie ist immer noch die jüngste im Camp, und man hätte ihr doch auch sicher anders Herr werden können. Umso überraschter war Jay, als ihn die Zuschauerschaft zu den „Bottom Two“ wählte. Es könnte gut sein, dass er sich in der „Nacht der Nächte“ zum zweitunbeliebtesten Camper gemacht hat. Noch vier Folgen bis zum Finale!

“Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” –
Bis zum 29. Januar , täglich um 22:15 Uhr bei RTL