„Schon wieder mit Kroki drauf!“

Das Dschungelcamp wird wieder gruusig. Just dann als ProSieben in seinem Sonntagsblockbuster „Tropic Thunder“ auch Stars in den Dschungel schickte. Einen passenderen Sendeplatz für den Blödelfilm mit Ben Stiller gibt es in diesem Jahr wohl nicht mehr.

Doch wer die Sendung als Ekel-TV abtut, und gestern reinzappte, musste sein Argumentarium gegen solche Formate nicht weiter erweitern. Die gefühlte halbe Sendung war der Dschungelprüfung der best buddies Jay Kahn und Thomas Rupprath gewidmet, deren Frisuren in Sachen Schleimigkeit mit den „Esswaren“ konkurrenzierten, die ihnen aufgetischt wurden. Übles Zeug wanderte in deren Münder und Mägen – vor allem vom ollen „Crocksucker“ Jay. Dabei geht schnell einmal unter, das sich da Fernsehleute die grösste Mühe machen, witzige Verpackungen zu basteln, damit Hirschhoden und Mehlwürmer überhaupt in einen Snack-Automaten gesteckt werden können. Wer wünschte sich nicht, dass der Kroko-Riegel und der Fleisch-Lolli an der Spirale in der Maschine hängen bleiben. Action-Prüfungen tun Not, und wie wollen sie diese Essprüfung aufs Finale hin noch toppen? In England gab’s in der 2011er-Staffel erstmals Geschlechtsteile weiblicher Tiere zu schlucken. Unheil vaginaht!

Da blieb wenig Zeit für Gags von Dicky und Missy. Die bitteren Tränen von Eva wurde „in Freiheit“ nicht getrocknet – sprich keine MAZ von ihrer Rückkehr ins Versace. Dafür ständig bundesdeutsche Polithemen wie die Gorch Fock-Affäre. Wenn das so weitergeht, muss ich mich echt noch schlau darüber machen, wo Verteidigungsminister Guttenberg sich da sonst noch in die Nesseln gesetzt hat, ausser beim Recycling von Pointen aus „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Noch 6 Folgen bis zum Finale.

“Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” –
Bis zum 29. Januar , täglich um 22:15 Uhr bei RTL