Editor’s Note:
Folgender Artikel wurde am 25.12.2010 publiziert.
Aus technischen Gründen erfolgte die Aufschaltung erst am 30.12.2010.
Wir bitten um Entschuldigung.

Noch geniessen „Gleeks“ in der Schweiz Minderheitenschutz, doch sobald SF zwei (ab dem 10. Januar 2011) und SuperRTL (ab dem 17. Januar 2011, mit einem X-Factor-mässigen Vorspiel beim grossen Bruder RTL am Sonntagnachmittag davor) die US-Hitserie im deutschen Sprachraum etablieren werden, könnte sich die Population der Anhänger von „Glee“ explosionsartig vermehren. Mit dem Kofferwort aus dem Serientitel und der US-amerikanischen Bezeichnung für „Sonderlinge“ betiteln sich die Glee-Fans in Nordamerika und überall dort, wo die Serie ihren globalen Siegeszug bereits erfolgreich weitergeführt hat. (Der ausstrahlende US-Sender Fox hat sich die Wortkreation mittlerweile rechtlich sichern lassen.)

Wie üblich hinkt Deutschland und deshalb auch der Schweizer Fernsehmarkt etwas hinterher, weshalb es eineinhalb Jahre gedauert, bis man sich im „Grossen Kanton“ zur Synchro in der Sprache Goethes durchringen konnte. Das tut der erquickenden Freude über die Musical-Serie aber keinen Abbruch. Richtig gehört! Das Teil ist ein Musical, bei dem die Handlung immer mal wieder gestoppt wird, um dem Gesang zu fröhnen. Von Madonna über Vanilla Ice bis zu Beyoncé. Der Kanon der Populärmusik wird pro Folge mehrmals geplündert, um die Gefühlswelt der Protagonisten musikalisch darzustellen. Und das ist so gut performed, dass sogar das Herz eines Musical-Hassers wie mir erweicht werden kann. Und Tonträger lassen sich so gleich auch noch verkaufen. Die mittlerweile neun CDs zur Serie, eine Konzert-Tour und massenhafte Downloads der Lieder des „Glee“-Casts sind Zeugen davon.

Wie die Übertragung der für die Handlung nicht unwichtigen englischen Liedtexte in der deutschen Version von „Glee“ gelöst sein, wird sich zeigen. Am besten schaut man sich die Serie von Ryan Murphy, der sich nach den düster-kranken Schönheitschirurgen von „Nip/Tuck“ nach etwas mehr Frohsinn bei der Kreation seiner neuesten Serie sehnte, sowieso in Englisch an. SF zwei bietet die Serie denn auch wie gewohnt im Zweikanalton an.

Wer nicht bis Januar warten kann, dem haben die welschen Kollegen der Television Suisse Romande ein Weihnachtsgeschenk parat. TSR1 zeigt die erste Staffel ab heute, dem 25. Dez., täglich im Vorabend – ebenso im englischen Original. Mit einer Folge von Montag bis Freitag und sogar deren zwei samstags und sonntags erstreckt sich der „Glee“-Marathon über die Feiertage genau bis zum 9. Januar. Also dem Vorabend bevor SF zwei einsetzt. Eine gute Chance zum Nachholen, was man bisher verpasst hat. Wer sich bis dann auch zu den „Gleeks“ zählt, muss keine Entzugserscheinungen erdulden. Meister Zufall will es, dass die 2. Staffel „Glee“ auf dem britischen Sender E4, der im Digitalfernsehen auch in der Schweiz zu empfangen ist, ebenso am 10. Januar startet.

Glee Sendedaten

TSR 1 – ab dem 25.12. täglich. Startzeit variiert zwischen 17.15 und 17.40 Uhr. Doppelfolgen an den Wochenenden.

SF zwei – Am 10.01. nach einer Doppelfolge „Desperate Houswives“ um 21.40 Uhr. Ab dem 17.1. immer montags um 20.50 Uhr.

RTL zeigt den Piloten am 16.1. um 14.40 Uhr. SuperRTL übernimmt ab dem 17.1 immer montags um 20.15 Uhr. (Identische Folge wie auf SF zwei, jeweils eine gute halbe Stunde früher aber ohne Zweikanaltonverfahren.)

E4 – 2.Staffel ab dem 10.1 immer montags um 22.00 Uhr MEZ.

Trailer zur DVD der 1. Staffel „Glee“

YouTube Preview Image

Vorschau auf die 2. Staffel „Glee“
(mit den „Bones“-Stars Emily Deschanel und Tamara Taylor)

YouTube Preview Image