Berlin 1945
In den letzten Kriegstagen wurden 100’000 Frauen missbraucht. Anonyma ist ein verfilmtes Tagebuch, dass den Mut einer deutschen Frau schildert, die sich bewusst einen russischen Beschützer gesucht hat. Einer Frau, die sich prostituieren musste, um ihre Würde zu retten. Regisseur Max Färberböck und Produzent Günter Rohrbach haben aus dem Buch einen Film gemacht, der in zwei Teilen die Geschichte von dieser Frau und anderen Frauen in ihrem Umfeld erzählt. Viele Frauen haben ihr Schicksal verdrängt: „Das Leben nach 45 war ein anderes und das andere (vorherige) war weg.“

Wie sollen wir leben?
Sie hat die gleiche Luft wie alle anderen geatmet: „Hungern ist der grösste Kampf, wenn man nichts mehr im Magen hat, sind die Gefühle tot.“ Sie war eine sehr national denkende Frau. Sie kommt mit diesem russischen Mann zusammen und keiner will was von beiden, aber er wird von einem Soldaten zu einem Menschen und stellt ihr, die für ihn wichtige Frage: „Sie sind eine Faschistin?“ Da sie nicht lügen kann, wartet er vergeblich auf eine Antwort.

Die Schauspieler
Nina Hoss spielt diese Frau und sie war die allererste Idee im Kopf des Regisseurs. Sowohl für den Produzenten als auch für den Regisseur war klar, dass die russischen Rollen von russischen Schauspielern gespielt werden müssen. Das Casting sowohl in Petersburg als auch in Moskau gestaltete sich als schwierig, aber es wurden fantastische Schauspieler gefunden, die den Film beleben und stärken. Es geht weder darum die bösen Deutschen noch die bösen Russen vorzuführen, sondern um die Überlebensstrategie von Menschen in einer Ausnahmesituation.

Nina Hoss, Max Färberböck und Günter Rohrbach berichten in eigenen Worten über den Film in der ZDF- Mediathek: Hier!

Montag, 10. Mai, ZDF, 20:15 – 21.40 Uhr (85 Min.): Eine Frau in Berlin (1/2)
Mittwoch, 12. Mai, ZDF, 20:15 – 21.40 Uhr (85 Min.): Eine Frau in Berlin (2/2)