Schweizer Trauerseminare gegen den Statusverlust
Das Arte- Magazin Yourope geht heute dem Thema „Wege aus der Krise“ nach. Wie immer wird das Thema in vier verschiedenen Ländern beleuchtet. Claudia Bäckmann von Kobalt Productions reiste mit ihrem Team von Berlin nach Rüttenen (bei Solothurn), um den Beitrag „Trauerarbeit für Gekündigte“ für ARTE zu produzieren. Auslöser war für sie ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 14.3.2009: „Trauerarbeit für Pleitemanager. Den Absturz verarbeiten.“

Schweizer Manager und Arbeitnehmer, die ihren Job verloren haben, trafen sich zum Trauerseminar „Stellen-Los- ohne Trauer keine Power“. Claudia Bäckmann: „Ich glaube, dass die Teilnehmenden noch nie so offen über ihre Gefühle geredet haben.“ Die Schulleiterin Catharina Jlardo hat mit diesem Pilotprojekt ein weiteres Terrain erschlossen. Im Seminar werden eigene Erkenntnisse aktiviert und Entmutigung in Ermutigung gewandelt. Wer wissen will, wie das geht, schaut heute auf ARTE rein. (Quelle: Mittelland Zeitung, 10.02.2010, Seite 21)

Die Länder nach Themen
Island: Ministry of ideas – Island erfindet sich neu
Schweiz: Trauerverarbeitung für Gekündigte
Spanien: Kredite von Armen für Arme
Grossbritannien: Manager steigen aus (Escape the City): Schluss mit Derivaten, CDOS und Renditen

Sonntag, 28. Februar 2010 um 17:45 Uhr auf ARTE
Wiederholung am Dienstag, 2. März um 07:30 Uhr und Freitag, 5. März um 07:00 Uhr (Deutschland, 2010, 26min) ZDF

www.trauerforum.ch

Kommentar:
Wer oben auf den Link Yourope clickt, kann sich jetzt eine Woche lang die Sendung ansehen. Ich habe eine Teilausbildung in NLP absolviert und deshalb weiss ich, dass Catharina Jlardo nicht „tief in die esoterische Trickkiste greift“ wie die Sprecherin behauptet. Sie benutzt die NLP-Technik „Timeline: Lebenslinie erkennen“, um die Menschen mit ihrer Arbeitslosigkeit zu konfrontieren. Das Schöne an der Lebenslinie, symbolisiert durch die Schnur, ist ja, dass sie immer weiter geht, so oder so, die Krise wird irgendwann hinter uns liegen. Vielleicht liegt die Arbeitslosigkeit heute noch wie ein Stein auf unserem Weg, aber irgendwann entdecken wir, dass wir einfach darüber steigen können. Sollte der Stein von grösserem Ausmass sein, auch gut, dann klettern wir eben hinauf, oben ist die Sicht besser und es eröffnet sich garantiert eine neue Perspektive.