Die erste Doppelfolge läuft noch über den Äther; die perfekte Zeit also sich zu überlegen, ob man für ‚Lipstick Jungle‘ (LJ) eine Serienprogrammierung auf der HD Box vornehmen soll, oder nicht. Fans von Sex and the City (SatC), schätze ich, werden wohl keinen direkten Nachfolger für ihre Lieblingsserie in LJ finden. Wie sagte es der Chef von Nico, der Chefredakteurin eines Modemagazins, so schön: ‚Sie vergleichen Äpfel mit Birnen!‘ Sprich: Trotz ähnlicher Protagonistinnen, sind die drei Frauen von LJ ganz eigene Charakteren – so noch nicht gesehen, meine ich. Und das ist gut so, weil neu unterhaltend.
Nico’s Chef spricht mit seinem o.g. Satz mehr jedoch vom sexistischen Vorurteil, dass wenn Frauen Kinder haben, zu fest vom Berufsleben abgelenkt werden. Brooke Shields alias Wendy kriegt das jedoch ziemlich gut hin – Ausnahmen bestätigen also einmal wieder die Regeln.
LJ wirkt in der Storyline einiges gestresster als die relaxten Frauen von SatC – der Entspannungsfaktor ist also nicht sehr hoch, umso mehr aber der Unterhaltungswert.
Phasenweise vermisst man jedoch noch etwas mehr Dramaturgie: Der Gewinn von Leonardo di Caprio für ein Filmprojekt geht Wendy etwas gar einfach von der Hand.
Noch etwas zu romantisch wirkt auch die Beziehung der Modedesignerin Victory Ford mit dem
teuflischen Millionär. Da steckt noch Enwicklungspotential drin – deshalb schalte ich mich auch in Folge 3 wieder ein.
Vorerst ‚Gute Nacht!‘.