Ich bin ja ein totaler Verfechter und eifriger Gebraucher von zeitversetztem Fernsehen. Seit ich im Besitze einer digitalen Settop-Box bin, geniesse ich die völlige Unabhängigkeit von zeitlichen Fernsehprogrammvorgaben. Leider laufen ja viele interessante Serien zu nachtschlafener Zeit – und da lässt es sich dann bequem per Settop-Box mit eingebauter Festplatte das zu später Stunde Aufgenommene an einem anderen Tag zur Primetime ansehen.

Manchmal wird diese heile, neue Welt arg getrübt; so passiert wieder einmal am vergangenen (Oster-)Montag. Wie immer verlasse ich mich auf die programmierte Serienaufnahme von Dr. House. Am Dienstag freue ich mich schon aufs Ansehen, verschiebe es dann trotzdem auf Mittwoch. Und dann, oh weh!, wieder bin ich in die moderne Technologiefalle getappt. Das Spulen in der Aufnahme zum erhofften Start von Dr. House wird immer länger. Immer noch Fussball drauf! Und noch mehr Fussball! Es will nicht abreissen. Die ersten Zweifel kommen bereits – wieder wird der Schluss fehlen! Oh nein, das darf nicht wahr sein. Doch leider ist jegliche Hoffnung vergebens: Jetzt ‚tschutten‘ die auch noch eine Verlängerung und Penaltyschiessen. Unmöglich!

Kurz und Gut: Ich kann es nicht verstehen, dass im Jahre 2009 und nach x Jahren Erfahrung mit digitalem Fernsehen sowie elektronischen Programmguides diese Technologiefalle immer wieder zuschnappt. Eine – klarerweise nicht repräsentative – Umfrage in meinem Umfeld hat mir bestätigt, dass ich mit meinem Ärger nicht ganz alleine bin. So wie mir geht es vielen. Und keiner verstehts, warum es technisch nicht möglich ist, dass wenn länger Fussball – oder sonstwas – gespielt und gesendet wird, sich die programmierte Serienaufnahme nicht automatisch nach hinten verschiebt.

Ich stelle hiermit Antrag auf eine schnelle technologische Innovation – um Dr. House und anderen spannenden Serien Willen!